Im Projekt FutureRail-OWL soll gezeigt werden wie durch die Nutzung der Digitalisierung im Bahnverkehr stillgelegte Bahnstrecken wieder wirtschaftlich genutzt werden können. Es ist das Projektziel mit Hilfe innovativer Mobilitätskonzepte den ländlichen Raum an den städtischen Raum anzubinden.

Bei den stillgelegten Bahnstrecken in Deutschland handelt es sich in der Regel um nicht-elektrifizierte einspurige Nebenstrecken. Die Nutzung konventioneller Fahrzeug- und Beförderungskonzepte erlauben keine wirtschaftliche und für die Fahrgäste attraktive individuelle Mobilität im ländlichen Raum. Daher ist die Mobilität im ländlichen Raum derzeit hauptsächlich auf den Straßenverkehr ausgerichtet.

Das Projektziel von FutureRail-OWL ist daher die wirtschaftliche und nachhaltige Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken im ländlichen Raum, Menschen ohne ein Auto die Möglichkeit zu geben am Leben außerhalb ihres Ortes teilzunehmen.

Am Beispiel des stillgelegten Streckenabschnitts zwischen der Gemeinde Hövelhof und der Stadt Verl soll ein innovatives Konzept mit kleinen autonomen akkubetriebenen Fahrzeugeinheiten entstehen. Durch die konsequente Nutzung von lokal erzeugter regenerativer Energie soll ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden. Die Fahrzeugeinheiten sollen bedarfsorientiert auf dem Streckenabschnitt verkehren. Es soll auf der 12,6 km langen Bahnstrecke zwischen Verl und Hövelhof ein Reallabor aufgebaut werden, in dem die Konzepte untersucht werden können.

Die Vernetzung der Züge wird dabei eine maßgebliche Rolle spielen. So wird die Vernetzung mit der Infrastruktur notwendig sein um die Sicherheit im Betrieb zu gewährleisten, da die autonomen Zugeinheiten mit Bahnübergängen kommunizieren können müssen. Die Kommunikation der Züge untereinander wird dazu genutzt werden, um schnellstmögliche Transportzeiten zu gewährleisten und Kollisionen zu vermeiden. Im Projekt FutureRail-OWL soll darüber hinaus untersucht werden wie Betriebsdaten dazu genutzt werden können, um die Fahrzeuginstandhaltung zu optimieren und dadurch die Betriebskosten zu minimieren.

Kontakt

Fachhochschule Bielefeld
Sönke Lück
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